Fehleranalyse · Plattenwärmetauscher

Interne Leckage durch fehlerhafte Servicedaten

Fehleranalyse, die zeigt, wie ungenaue Süßwasserinformationen zu ungeeigneter Materialauswahl und Chloridangriffen führten.

Vorzeitige interne Leckage durch falsche Serviceinformationen
Originalbild aus der HEXNOVAS-Projektaufzeichnung
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Projektzusammenfassung

Herausforderung

In der ursprünglichen Spezifikation wurde der Süßwasserdienst beschrieben, jedoch wurde die Chloridexposition, die das Korrosionsrisiko beeinflusste, nicht angegeben.

Ingenieursreaktion

Betriebsaufzeichnungen und Fluidchemie wurden mit der ausgewählten Edelstahlqualität verglichen und interne Leckagen beobachtet.

Ergebnis

Der Fall zeigt, dass eine genaue Servicezusammensetzung für die Materialauswahl, die Garantiebewertung und die sichere Lebensdauer unerlässlich ist.

  • Falsche Betriebsinformationen
  • Chloridexposition
  • Interne Leckage
  • Materialauswahllektion
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Original-Projektdaten

FALLSTUDIE

Vorzeitige interne Leckage verursacht durch fehlerhafte Serviceinformationen

1. Hintergrund des Projekts

Für eine Kühlanwendung wurde ein Rohrbündelwärmetauscher geliefert.

Gemäß der ursprünglichen Kundenspezifikation wurde das Servicemedium beschrieben als:

Frischwasser

Basierend auf diesen Informationen wurde für das Rohrbündel ein Edelstahlmaterial (SS316L) ausgewählt, um Korrosionsbeständigkeit und Kosteneffizienz auszugleichen.

Bei der Notierung wurden keine Chloridgehaltsdaten, kein Salzgehalt oder kein detaillierter Wasseranalysebericht vorgelegt.

2. Erstauswahl der Materialien

Basierend auf dem erklärten Zustand (Süßwasser) wurden folgende Annahmen getroffen:

  • Niedrige Chloridkonzentration
  • Neutraler pH-Wert
  • Nicht aggressives Umfeld
  • Mäßige Betriebstemperatur

Unter solchen Bedingungen gilt SS316L im Allgemeinen als akzeptabel und wird in HVAC- und industriellen Kühlsystemen weit verbreitet eingesetzt.

3. Ausfallfall

Innerhalb einer relativ kurzen Betriebsperiode wurde eine interne Leckage gemeldet.

Inspektion ergab:

  • Korrosion des Bereichs der Rohrbahn
  • Lokalisierte Lochfraßbildung um Rohr-zu-Rohr-Blechverbindungen
  • Bräunliche Korrosionsablagerungen
  • Nachweis einer internen Kreuzkontamination
  • Signifikante Mineralablagerungen im Inneren der Röhren

(Siehe beigefügte Inspektionsfotos.)

Ein Bild zeigt deutlich Leckage, die durch eine Rohröffnung austritt und auf einen Innenrohrfehler hinweist.

4. Fotobasierte technische Beobachtungen